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Was ist Epithalon
Epithalon (auch Epitalon geschrieben) ist ein synthetisches lineares Tetrapeptid mit der Sequenz Ala-Glu-Asp-Gly (AEDG). Es wurde in der russischen Bioregulations-/Gerontologie-Forschung als kurzes Peptid-Bioregulator-Molekuel entwickelt; die AEDG-Sequenz wurde spaeter im Polypeptid-Komplex der Zirbeldruese identifiziert [Khavinson 2017], was Epithalon als synthetisches Analogon eines koerpereigenen Pineal-Peptidmotivs einordnet. Hinweis zur Begriffsklaerung: Das synthetische Tetrapeptid Epithalon/Epitalon ist von dem natuerlichen Zirbeldruesen-Extrakt 'Epithalamin' zu unterscheiden - Reborn fuehrt ausschliesslich das synthetische Forschungs-Tetrapeptid. Reborn Peptides liefert Epithalon ausschliesslich als Laborforschungs-Compound.
Die Studienlage positioniert Epithalon als eines der am breitesten untersuchten Tetrapeptide der Telomer- und Pineal-Forschung. In Studien wurde Epithalon im Zusammenhang mit folgenden Forschungsmarkern untersucht:
Damit besitzt Epithalon ein aussergewoehnlich breit dokumentiertes Forschungsprofil rund um Telomerbiologie, Genexpression und Pineal-/Alterungsforschung - waehrend Reborn das Produkt strikt als Research Use Only positioniert.


Evidenz
Telomerase-Aktivierung und Telomerverlängerung in menschlichen somatischen Zellen — die Landmark-Arbeit.
Khavinson et al., Bull Exp Biol Med 2003
Dosisabhängige Telomerverlängerung über hTERT/Telomerase in menschlichen Zelllinien.
Al-Dulaimi et al., Biogerontology 2025
Initiierung der Gen-Transkription (inkl. Telomerase-Gen) und direkte Bindung an die DNA-Doppelhelix.
Khavinson et al., Bull Exp Biol Med 2003/2008
AEDG im Pineal-Polypeptid-Komplex; Stimulation der Melatonin-Synthese (AANAT, pCREB).
Khavinson et al., Bull Exp Biol Med 2017
Schutz vor alterungsbedingten oxidativen Schäden in Maus-Eizellen (unabhängige Arbeit).
Yue et al., Aging 2022
Forschungsstand
14 ausgewählte Quellen — filterbar nach Studientyp, jede verlinkt direkt zur Quelle.
Research Deep Dive
Vertiefte, studienbasierte Einordnung — jede Aussage mit PubMed-Quelle und Modellqualifier.
Epithalon ist ein synthetisches lineares Tetrapeptid mit der Sequenz Alanin–Glutaminsäure–Asparaginsäure–Glycin, abgekürzt AEDG. Drei Peptidbindungen verbinden die vier Reste. Epitalon ist eine in der wissenschaftlichen Literatur gebräuchliche Schreibvariante desselben sequenzdefinierten Moleküls. Sequenz und Referenzidentifikatoren schaffen eine bibliografische Vergleichsbasis; sie authentifizieren keine bereitgestellte Probe und sagen kein experimentelles Ergebnis voraus.
Summenformel und Molekülmasse beschreiben die freie Referenzstruktur. Sie bestimmen nicht, ob bereitgestelltes Material in freier oder anderer molekularer Form vorliegt. Form, Identität und analytische Befunde sind gegen freigegebenes Etikett, Spezifikation und Chargen-COA abzugleichen.
| Feld | Referenzangabe |
|---|---|
| Katalogname | Epithalon |
| Literatur-Schreibvariante | Epitalon |
| SKU | ET10 |
| Klasse | synthetisches lineares Tetrapeptid |
| Sequenz | Ala-Glu-Asp-Gly (AEDG) |
| Anzahl der Reste | 4 |
| Peptidbindungen | 3 |
| Summenformel | C14H22N4O9 (freie Referenzstruktur) |
| Molekülmasse | 390,35 g/mol (freie Referenzstruktur) |
| CAS | 307297-39-8 (zweite Nummer siehe Kapitel 04) |
| PubChem CID | 219042 |
| InChIKey | HGHOBRRUMWJWCU-FXQIFTODSA-N |
| UNII | O65P17785G (bevorzugter Substanzname Epitalon) |
| Gelieferte Form / molekulare Form | offen, abzugleichen gegen Etikett, Spezifikation und Chargen-COA |
Referenzidentifikatoren beschreiben die freie Referenzstruktur. Sie belegen weder molekulare Form noch Identität, Reinheit oder Leistung des bereitgestellten Materials.
Identitäts- und Sequenzkontext: Khavinson et al. 2017 · PMID 29124531
Die Quellenlage trägt keine einheitliche Zielstruktur-Aussage. Sie beschreibt getrennte Messungen in definierten Systemen: Telomerase-Aktivität und Telomerlänge in kultivierten Zellen, Transkriptionsinitiation an ausgewählten Promotoren in einem molekularen System, DNA-Bindung und Schmelzverhalten in einem zellfreien biophysikalischen System sowie AANAT, pCREB und Melatoninsynthese in Pinealozytenkultur. Hinzu kommen Lebensspannen-Endpunkte in einem Invertebraten- und einem transgenen Nagermodell. Diese Begriffe benennen experimentelle Endpunkte, keine inhärenten Eigenschaften einer Charge.
Telomerase-Aktivität ist eine Assay-Messgröße; die Telomerlänge ist ein eigener struktureller Endpunkt. Befunde bleiben an Zelltyp, Vergleich und Methode gebunden.
Die Transkriptionsinitiation an definierten Promotorsequenzen beschreibt Aktivität innerhalb dieses molekularen Aufbaus. Daraus folgen keine nachgelagerten Aussagen für Zellen oder Organismen.
AANAT, phosphoryliertes CREB und gemessene Melatoninsynthese sind getrennte Kulturendpunkte. Ihre gemeinsame Erfassung begründet keinen allgemeinen Mechanismus.
Die Arbeit von 2003 berichtete in kultivierten humanen fetalen Fibroblasten unter ihren Assay-Bedingungen eine Aktivierung der Telomerase und eine Verlängerung der Telomere. Eine gesonderte Fibroblastenarbeit von 2004 berichtete weitere Zellteilungen an der üblichen Proliferationsgrenze. Spätere Forschung in kultivierten humanen Zelllinien erfasste Telomerlänge, hTERT, Telomerase-Aktivität und in einigen untersuchten Linien ein ALT-Signal. Die Themen überschneiden sich, doch die Arbeiten sind keine austauschbaren Replikationen.
Quellen zu den Mechanismusbegriffen: PMID 12937682 · PMID 15455129 · PMID 14666197 · PMID 22816096 · PMID 40908429
Dieses Kapitel beschreibt Befunde in kontrollierter Forschung und trifft keine Aussage zur Verwendung. Die Evidenz umfasst molekulare und zelluläre In-vitro-Systeme, zellfreie Biophysik, eine Identifikation in biologischem Material, isolierte Maus- und bovine Oozyten, Invertebraten- und Nagermodelle sowie Übersichtsarbeiten. Modell, Probe, Methode und Endpunkt begrenzen jede Einordnung; keine der Publikationen untersucht eine Charge von Reborn Peptides.
Die Lebensspanne von Drosophila melanogaster wurde unter den publizierten Bedingungen als Endpunkt im Invertebratenmodell untersucht.
PMID 11103316Lebensspanne und spontane Tumorbefunde wurden in weiblichen transgenen FVB/N-HER-2/neu-Mäusen unter den publizierten Bedingungen erfasst.
PMID 12459848Ein definiertes molekulares Transkriptionssystem diente zur Untersuchung der Initiation an ausgewählten Promotorsequenzen, darunter der Promotor eines Telomerase-Gens. Der Befund gehört ausschließlich zu diesem Versuchsaufbau.
PMID 14666197Kultivierte humane fetale Fibroblasten wurden mit Telomerase- und Telomer-Assays untersucht. Die Autoren berichteten unter den publizierten Bedingungen eine Aktivierung der Telomerase und eine Verlängerung der Telomere.
PMID 12937682Kultivierte humane Fibroblasten an ihrer üblichen Proliferationsgrenze durchliefen unter den Studienbedingungen weitere Zellteilungen. Dieser Endpunkt ist nicht mit der Telomerlänge gleichzusetzen.
PMID 15455129DNA-Bindung und ein verändertes Schmelzverhalten wurden für einen Komplex aus poly(dA-dT)-DNA und AEDG in einem zellfreien biophysikalischen System berichtet.
PMID 19526107In Pinealozytenkulturen wurden AANAT, pCREB und Melatoninsynthese erfasst. Berichtete Unterschiede bleiben auf den Kulturvergleich und diese Marker begrenzt.
PMID 22816096AEDG wurde in einem analysierten Zirbeldrüsen-Polypeptidkomplex identifiziert. Dies ist historischer Identitätskontext und keine Gleichsetzung des Komplexes, von Epithalamin und synthetischem Epithalon.
PMID 29124531In kultivierten humanen gingivalen mesenchymalen Stammzellen wurden die Synthese der neurogenen Marker Nestin, GAP43, beta-Tubulin III und Doublecortin sowie deren mRNA-Expression erfasst. Die berichtete 1,6–1,8-fache mRNA-Erhöhung bleibt auf dieses Zellmodell begrenzt; die bevorzugte Histonbindung wurde berechnet, nicht gemessen.
PMID 32019204Die Übersichtsarbeit ordnete die Peptidregulation der Zelldifferenzierung ein und berichtete keine neue Primärmessung.
PMID 31808038Ein Schutz vor post-ovulatorischen Alterungsschäden wurde an isolierten Maus-Oozyten unter den publizierten Bedingungen berichtet.
PMID 35413689Kultivierte humane Zelllinien wurden auf Telomerlänge, hTERT und Telomerase-Aktivität untersucht; in einigen Linien wurde zudem ein ALT-Signal erfasst. Die Schlussfolgerungen bleiben zelllinien- und methodenspezifisch.
PMID 40908429Bovine Oozyten und Embryonen wurden hinsichtlich Telomerase sowie Reifungs- und Entwicklungsmaßen nach dem Auftauen untersucht. Die Befunde bleiben spezies-, modell- und endpunktgebunden.
PMID 39788414Die Arbeit gab einen Überblick über 25 Jahre Epitalon-Forschung und berichtete keine neue Primärmessung.
PMID 40141333Der narrative Überblick behandelte Peptide in der Gerontologie und berichtete keine eigene Epithalon-Messung.
PMID 42021992Studienquellen: PMID 32019204 · PMID 11103316 · PMID 12459848 · PMID 14666197 · PMID 12937682 · PMID 15455129 · PMID 19526107 · PMID 22816096 · PMID 29124531 · PMID 31808038 · PMID 35413689 · PMID 40908429 · PMID 39788414 · PMID 40141333 · PMID 42021992
Epithalon und Epitalon bezeichnen dasselbe Molekül. Epitalon ist eine in der Literatur gebräuchliche Schreibvariante für das synthetische AEDG-Tetrapeptid und kein anderes Molekül.
Epithalon ist nicht Epithalamin. Epithalamin ist ein Peptidextrakt-Präparat mit Bezug zu Zirbeldrüsengewebe und kein Synonym für die sequenzdefinierte Verbindung. Namen, Identifikatoren, analytische Ergebnisse und experimentelle Beobachtungen sind zwischen Extrakt und Tetrapeptid nicht austauschbar. Die 2017 publizierte Identifikation von AEDG in einem analysierten Zirbeldrüsen-Polypeptidkomplex schafft historischen Kontext, begründet aber weder eine Gleichsetzung mit Epithalamin noch die Identität einer bereitgestellten Charge.
Die zwei zirkulierenden CAS-Nummern haben nicht denselben Aussagewert. 307297-39-8 gehört zum definierten AEDG-Tetrapeptid. 64082-79-7 gelangte über einen historischen Substanzeintrag mit dem Titel Epithalamin in Datenbanken und wurde später an Peptid-Einträge angehängt. Diese Nummer ist als Katalogreferenz zu lesen, nicht als Identitätsbeleg.
Eine Registriernummer allein klärt auch die molekulare Form nicht. Epitalonacetat ist gesondert unter 307297-40-1 registriert. Ein belastbarer Abgleich beginnt deshalb mit vollständigem Namen und AEDG-Sequenz und führt über Formel und deklarierte molekulare Form zur chargenbezogenen Analytik. Kein einzelnes Katalogfeld ersetzt diese Kette.
Historischer Identitätskontext: Khavinson et al. 2017 · PMID 29124531
Wird das Material in freigegebenen Chargenunterlagen als lyophilisiert bezeichnet, benennt diese Angabe ausschließlich das physische Format. Sie weist weder molekulare Identität noch Gehalt, Lagerbedingungen, Stabilität oder Reinheit nach; diese Aussagen erfordern jeweils den Abgleich mit Etikett, Spezifikation und Dokumentation der konkreten Charge.
Gelieferte und molekulare Form, Lagerbedingungen sowie Stabilitätsangaben bleiben offen, bis sie gegen Etikett, Spezifikation und Chargen-COA abgeglichen sind. Aus der Molekülliteratur werden weder Temperatur, physische Beschaffenheit noch Stabilitätszeitraum abgeleitet. Auch die Sequenzlänge legt diese Merkmale nicht fest.
Für die Chargenprüfung sind zunächst Produktname und AEDG-Sequenz mit Etikett und Spezifikation abzugleichen; anschließend muss der Chargencode des Materials eindeutig zum COA führen. Das Zertifikat sollte Probe, analytische Methode, Prüfdatum und Ergebnis ausweisen. Bei einer inkonsistenten Zuordnung darf nicht angenommen werden, dass das Dokument dieses Material beschreibt.
Ein HPLC-Reinheitsergebnis ist methoden- und chargenspezifisch und nicht verallgemeinerbar. HPLC allein belegt nicht zwingend Sequenz oder molekulare Form; ergänzende Identitätsanalytik beantwortet eine eigene Fragestellung.
Labore in der EU erhalten Epithalon als Forschungsmaterial und müssen Referenzidentität und Chargenidentität getrennt bewerten. Publikationen definieren untersuchtes Molekül, Modell, Methode und Endpunkt; freigegebene Dokumentation beschreibt bereitgestelltes Material. Keine Quelle ersetzt die andere.
Die angeführte Evidenz besteht aus molekularer Forschung, Zellkultur, zellfreier Biophysik, Identifikation in biologischem Material, Forschung an isolierten Oozyten, Invertebraten- und Nagermodellen sowie Übersichtsarbeiten. Sie trägt keine Schlussfolgerung außerhalb der jeweils genannten Systeme und Messgrößen.
Nur für Forschungszwecke. Ausschließlich für die Laborforschung. Nicht für die Anwendung an Menschen oder Tieren. Nicht zur Diagnose, Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt. Kein Arzneimittel, Lebensmittel oder Kosmetikum.

FAQ
Struktur & Identifikatoren
Die folgenden Identifikatoren stammen aus PubChem (CID 219042). Salzform (freies Peptid vs. Acetat), exaktes Molgewicht sowie die primäre und alternative Identifikatoren werden als Research-Identifier geführt; die Chargenidentität wird über Qualitätsdokumentation ausgewiesen.
Quality & Research-Use Framing
Reborn sollte Epithalon nur mit chargenbezogenem COA, HPLC/MS-Dokumentation, Lot-Nummer und klarer Research-Use-Only-Kommunikation veroeffentlichen. Keine Expositionsschema, keine Rekonstitution, keine Anwendungs- oder Protokollhinweise und keine Nutzen- oder Wirkversprechen am Menschen - insbesondere keine Anti-Aging-, Langlebigkeits-, Verjuengungs- oder Krebs-Aussagen. Alle genannten Marker (z. B. Telomerase, Telomerlaenge, Genexpression, Melatonin-Synthese, Lebensspanne in Modellorganismen) sind modellqualifizierte Forschungs-Endpunkte, keine Produktwirkung. Hinweis: Ein Teil der grundlegenden Arbeiten stammt aus einer einzelnen Forschungsgruppe; die Seite beschreibt Forschungsfelder und publizierte Studienbefunde - hervorgehoben werden die unabhaengigen Replikationen 2022-2026 - keine Produktwirkung beim Menschen.
Ein synthetisches Tetrapeptid mit der Sequenz Ala-Glu-Asp-Gly (AEDG), abgeleitet vom Zirbeldrüsen-Extrakt Epithalamin.
Aus Arbeiten, die in Zellkulturen eine erhöhte Telomerase-Aktivität und eine verlängerte Teilungsfähigkeit von Zellen beschrieben.
Eingeschränkt. Viele Arbeiten stammen aus wenigen Forschungsgruppen und wurden selten unabhängig repliziert.
Ausschließlich als Research Peptide für Labor- und Forschungszwecke, nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier. Jede Charge wird mit Analysezertifikat (COA), HPLC und MS dokumentiert.
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