
Cagrilintide
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Was ist VIP
VIP steht für Vasoaktives Intestinales Peptid, ein körpereigenes Neuropeptid aus 28 Aminosäuren. Es wurde ursprünglich aus Darmgewebe isoliert, ist aber im gesamten Nerven- und Immunsystem verbreitet.
Seine Wirkung entfaltet es über zwei G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, VPAC1 und VPAC2. In der Forschung wird VIP vor allem im Zusammenhang mit Gefäßweitstellung, Entzündungsmodulation und zirkadianer Rhythmik untersucht. Bei Reborn Peptides ist VIP ausschließlich ein Research Peptide.
VIP gehört zur Sekretin-Glukagon-Familie. Die Bindung an VPAC1 und VPAC2 aktiviert überwiegend den cAMP-Signalweg. Genau diese Rezeptorselektivität ist das am besten untersuchte Feld.
Igarashi und Kollegen kartierten in zwei Arbeiten (2002) systematisch das Pharmakophor von VIP für VPAC1 und für VPAC2 und arbeiteten heraus, welche Positionen der Sequenz für welche Rezeptorbindung entscheidend sind. 2005 nutzte dieselbe Gruppe die Erkenntnisse, um vereinfachte, rezeptorselektive und stabilere VIP-Analoga zu entwickeln.
Einen aktuellen strukturbiologischen Blick liefern Piper und Kollegen (2022) in Nature Communications: Sie beschreiben, wie die VPAC-Rezeptorfamilie ihre Peptide bindet und wodurch die Selektivität zustande kommt.
Ehrliche Einordnung: VIP ist als körpereigenes Peptid ausgesprochen gut charakterisiert, seine Halbwertszeit im Blut ist jedoch sehr kurz. Als Wirkstoff (Aviptadil) wurde es in klinischen Studien untersucht, eine breite Zulassung besteht nicht.


Evidenz
VIP wirkt über VPAC1 und VPAC2. Welche Positionen der Sequenz welche Bindung bestimmen, wurde systematisch kartiert.
Igarashi et al. 2002 · PMID 11907155 · PMID 12388623
Aktuelle Arbeiten zeigen, wie die VPAC-Rezeptorfamilie ihre Peptide bindet und woher die Selektivität kommt.
Piper et al. 2022 · PMID 36385145
VIP wird im Blut sehr rasch abgebaut. Genau deshalb wurden vereinfachte, stabilere Analoga entwickelt.
Igarashi et al. 2005 · PMID 15994369
Forschungsstand
4 ausgewählte Quellen — filterbar nach Studientyp, jede verlinkt direkt zur Quelle.

FAQ
Das Vasoaktive Intestinale Peptid, ein körpereigenes Neuropeptid aus 28 Aminosäuren.
Über die G-Protein-gekoppelten Rezeptoren VPAC1 und VPAC2, überwiegend über den cAMP-Signalweg.
Weil VIP im Blut sehr schnell abgebaut wird. Vereinfachte Analoga sind stabiler und rezeptorselektiver.
Ausschließlich als Research Peptide für Labor- und Forschungszwecke, nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier. Jede Charge wird mit Analysezertifikat (COA), HPLC und MS dokumentiert.
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