HGH Fragment 176-191

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Was ist HGH Fragment 176-191

HGH Fragment 176-191 im Überblick

HGH-Fragment 176-191 ist ein synthetisches Fragment des menschlichen Wachstumshormons und umfasst dessen letzte 16 Aminosäuren (Reste 176 bis 191). Es trägt eine Disulfidbrücke zwischen den beiden Cysteinen.

Dieser C-Terminus ist genau die Region, die in der Forschung mit dem Fettstoffwechsel in Verbindung gebracht wird, während die wachstumsfördernden Eigenschaften des Hormons an anderer Stelle vermittelt werden. Bei Reborn Peptides ist HGH-Fragment 176-191 ausschließlich ein Research Peptide für Labor- und Forschungszwecke.

Forschungsüberblick

Der C-Terminus des menschlichen Wachstumshormons ist seit Langem als eigene Wirkregion beschrieben. Ng und Kollegen (1978) zeigten, dass synthetische C-terminale Fragmente eigene metabolische Wirkungen entfalten, unabhängig vom vollständigen Hormon. Wu und Kollegen (1993) berichteten für die Sequenz 177-191 eine antilipogene Wirkung, also eine Hemmung der Fettneubildung. Ng und Kollegen (2000) untersuchten die lipolytische Domäne anschließend systematisch.

Neuere Arbeiten nutzen das Fragment auch außerhalb des Fettstoffwechsels: Habibullah und Kollegen (2022) beschrieben in Zellmodellen eine verstärkte Wirkung Doxorubicin-beladener Chitosan-Nanopartikel gegen MCF-7-Zellen.

Wichtiger Hinweis zur Identität: In der Datenbank UniProt (Eintrag P01241) beginnt das reife Wachstumshormon an Position 176 mit Phenylalanin. Das echte Fragment 176-191 lautet also Phe-Leu-Arg-Ile-Val-Gln-Cys-Arg-Ser-Val-Glu-Gly-Ser-Cys-Gly-Phe. Die in der Branche häufig genannte Sequenz Tyr-Leu-Arg-Ile-... ist dagegen AOD-9604, nämlich Tyrosin plus die Reste 177 bis 191. Beide unterscheiden sich um ein einziges Sauerstoffatom, rund 16 Dalton.

Weil diese beiden Varianten unter demselben Handelsnamen kursieren, zeigen wir hier bewusst keine Summenformel, kein Molekulargewicht und keine CAS-Nummer, solange die Identität nicht über die Massenspektrometrie der Charge bestätigt ist. Eine falsche Zahl wäre schlimmer als gar keine.

Ehrliche Einordnung: Die Datenlage besteht aus älteren Tier- und Zellstudien sowie vereinzelten neueren In-vitro-Arbeiten. Kontrollierte Wirksamkeitsstudien am Menschen gibt es nicht. Das Fragment ist nicht zugelassen.

Technische Daten
Aminosäuren16
Reinheit≥ 99 % (HPLC)
ZielstrukturLipolytisch und antilipogen, nicht GH-Rezeptor-vermittelt
HGH Fragment 176-191
In-vitroTiermodell3Human-Pilot4RCT5Zulassung
C-Terminus als eigene Wirkregion
Antilipogene Wirkung
Aktuelle In-vitro-Arbeit

Evidenz

Forschungs Highlights

Synthetische C-terminale Fragmente des Wachstumshormons entfalten eigene metabolische Wirkungen, unabhängig vom vollständigen Hormon.

Ng et al. 1978 · PMID 645904

Für die Sequenz 177-191 wurde eine Hemmung der Fettneubildung beschrieben.

Wu et al. 1993 · PMID 8358331

In Zellmodellen verstärkte das Fragment die Wirkung Doxorubicin-beladener Nanopartikel gegen MCF-7-Zellen.

Habibullah et al. 2022 · PMID 35783198

Research Deep Dive

Die Forschung im Detail

Vertiefte, studienbasierte Einordnung — jede Aussage mit PubMed-Quelle und Modellqualifier.

16 AminosäurenNative Fragmentlänge
Phe176Erster Rest
≈ 16 DaltonAbstand zu AOD-9604
7 QuellenAnalytgetrennte Evidenzkarte
01Chemie und molekulare Identität

HGH Fragment 176-191 bezeichnet das native C-terminale Segment aus 16 Aminosäuren des reifen menschlichen Wachstumshormons. Die Sequenz FLRIVQCRSVEGSCGF beginnt mit Phenylalanin an Position 176; die Positionsangabe folgt der Zählung der reifen hGH-Kette nach UniProt P01241. Das Stammprotein und das isolierte Fragment sind dabei getrennte molekulare Identitäten.

Die beiden Cysteine bilden die Disulfidbrücke Cys182–Cys189 in der Zählung des reifen hGH. Eine Sequenzbezeichnung allein authentifiziert jedoch kein bereitgestelltes Material. Weil unter ähnlichen Handelsbezeichnungen verschiedene Varianten kursieren, werden Summenformel, Molekülgewicht und CAS-Nummer hier bewusst nicht als Identitätsbeleg verwendet.

FeldWert
Name/SynonymeHGH Fragment 176-191, HGH Frag 176-191, hGH 176-191
KlasseC-terminales Peptidfragment des humanen Wachstumshormons
StammproteinReifes humanes Wachstumshormon
SequenzFLRIVQCRSVEGSCGF
Erster RestPhe176 nach UniProt P01241
DisulfidbrückeZwischen den beiden Cysteinen; Cys182–Cys189 in der Zählung des reifen hGH
Abgrenzung zu AOD-9604AOD-9604 beginnt mit Tyrosin und ist ein anderes Molekül; die Abgrenzung erfolgt über Sequenzdefinition und Chargenanalytik
Regulatorischer StatusForschungsmaterial; kein zugelassenes Arzneimittel
HausvorbehaltKeine Identitätszahl ohne Massenspektrometrie der Charge

Die frühe Fragmentstudie von Ng und Bornstein schloss hGH(176-191) ausdrücklich als einen von mehreren untersuchten C-terminalen Analyten ein. Sie definiert einen historischen Forschungskontext, ersetzt aber weder die Sequenzprüfung noch den massenspektrometrischen Identitätsnachweis einer Charge.

Quellennachweis: Ng und Bornstein 1978 · PMID 645904

02Zielstruktur-Pharmakologie und Interpretationsgrenzen

Für HGH Fragment 176-191 ergibt der Quellenkorpus kein einheitlich bestätigtes Rezeptor- oder Zielstrukturprofil. Die Arbeiten erfassen vielmehr unterschiedliche Stoffwechselmarker in Rattenmodellen sowie eine Mehrkomponenten-Formulierung in Zellkultur. Solche Endpunkte beschreiben das jeweilige Versuchssystem und dürfen nicht zu einem gesicherten Mechanismus des isolierten 16-Mers verdichtet werden.

hGH(176-191)

Ng 1978 untersuchte mehrere C-terminale Fragmente, darunter hGH(176-191), im Tiermodell anhand von Blutglukose, Plasma-Insulin und Insulintoleranz. Die Zuordnung bleibt auf dieses Modell begrenzt.

Andere Analyten

Messungen zu hGH(177-191) und AOD-9604 betreffen chemisch andere Moleküle. Sie sind keine Mechanismusbelege für hGH(176-191).

Formulierung

Habibullah 2022 prüfte ein als HGH Fragment 176-191 bezeichnetes Peptid innerhalb einer Mehrkomponenten-Nanopartikel-Formulierung. Der Beitrag des freien Peptids wurde nicht isoliert.

Auch gleichgerichtete Messwerte wären nicht automatisch austauschbar: isolierte Inselzellen, behandelte Ratten, entnommenes Gewebe und MCF-7-Zellkultur unterscheiden sich in Modell, Matrix und Fragestellung. Eine belastbare Aussage muss daher Analyt, Modell und Messgröße gemeinsam nennen.

Mechanismusgrenzen: Ng und Bornstein 1978 · PMID 645904 · Habibullah et al. 2022 · PMID 35783198

03Studienlandschaft nach Analyt und Modelltyp

Dieses Kapitel beschreibt Befunde in kontrollierter Forschung und trifft keine Aussage zur Verwendung. Die Einträge sind nach Modelltyp geordnet; jede Beobachtung bleibt an den ausdrücklich benannten Analyten, das Versuchsmodell und den gemessenen Endpunkt gebunden.

In vitro
Weerasinghe und Bornstein, 1979

In isolierten Langerhans-Inseln der Ratte wurde hGH(177-191), nicht hGH(176-191), anhand der Glukoseoxidation und des Pentosephosphatwegs untersucht.

PMID 373464
In vitro
Habibullah et al., 2022

Ein als hGH Fragment 176-191 bezeichnetes Peptid wurde zusammen mit Doxorubicin in einer Chitosan-Nanopartikel-Formulierung mittels In-silico-Docking und Viabilitätsassay an MCF-7-Zellen geprüft; gemessen wurde die Mehrkomponenten-Formulierung, nicht das freie Peptid allein.

PMID 35783198
Tiermodell
Ng und Bornstein, 1978

In normalen Ratten wurde hGH(176-191) neben weiteren C-terminalen Fragmenten anhand von Blutglukose, Plasma-Insulin und Insulintoleranz untersucht. Berichtet wurden ein kurzlebiger Blutglukoseanstieg, ein länger anhaltender Plasma-Insulinanstieg und bei aktiven Fragmenten eine verringerte Insulinsensitivität.

PMID 645904
Tiermodell
Macaulay et al., 1983

Im Rattenmodell wurde hGH(177-191), nicht hGH(176-191), anhand der Aktivität von Glykogensynthase und Glykogensynthase-Phosphatase im Skelettmuskel untersucht.

PMID 6307153
Tiermodell
Wu und Ng, 1993

Bei Ratten und anschließend untersuchten epididymalen Fettpolstern betraf der Analyt hGH(177-191), nicht hGH(176-191). Erfasst wurden Lipidsynthese und Glycerinfreisetzung; ein signifikanter lipolytischer Effekt wurde nicht festgestellt.

PMID 8358331
Tiermodell
Ng et al., 2000

In adipösen Zucker-Ratten wurde AOD-9604, nicht hGH(176-191), über 19 Tage anhand von Gewichtsentwicklung, Fettgewebsaktivität und Insulinsensitivität untersucht. Diese Befunde gehören ausschließlich zum anderen Analyten AOD-9604.

PMID 11146367
Übersichtsarbeit
Wilding, 2004

Das Entwicklungs- und Pipeline-Profil gilt AOD-9604, nicht hGH(176-191). Als Sekundärliteratur berichtet es keine eigene Messung und hebt die Evidenzstufe des Seitenanalyten nicht an.

PMID 15134286

Nur Ng 1978 untersuchte hGH(176-191) als eigenständigen Analyten; Habibullah 2022 bezeichnete zwar ein Peptid so, prüfte jedoch die gesamte Mehrkomponenten-Formulierung. Die übrigen fünf Quellen betreffen ausdrücklich hGH(177-191) oder AOD-9604. Keine der Publikationen authentifiziert eine bereitgestellte Charge.

Studienquellen: PMID 373464 · PMID 35783198 · PMID 645904 · PMID 6307153 · PMID 8358331 · PMID 11146367 · PMID 15134286

04Drei ähnliche Namen, drei verschiedene Moleküle

hGH(176-191) ist das native 16-Reste-Segment und beginnt mit Phe176. hGH(177-191) ist um diesen ersten Rest verkürzt, umfasst 15 Reste und beginnt mit Leu177. AOD-9604 besteht aus Tyrosin plus den Resten 177-191; seine Sequenz lautet YLRIVQCRSVEGSCGF. AOD-9604 ist deshalb weder ein Synonym für hGH(176-191) noch für hGH(177-191).

hGH(176-191)

FLRIVQCRSVEGSCGF: 16 Reste, nativer Start mit Phe176. Dies ist der Analyt dieser Seite.

hGH(177-191)

LRIVQCRSVEGSCGF: 15 Reste, Phe176 fehlt. Q2, Q3 und Q4 untersuchen diese kürzere Variante.

AOD-9604

YLRIVQCRSVEGSCGF: Tyrosin vor den Resten 177-191. Q5 und Q6 betreffen dieses eigenständige Molekül.

Die kritische Unterscheidung zwischen hGH(176-191) und AOD-9604 liegt am ersten Rest: Phenylalanin gegenüber Tyrosin. Chemisch entspricht das einem zusätzlichen Sauerstoffatom und damit rund 16 Dalton Unterschied. Erkennbar ist die Variante deshalb an der exakten Masse im Massenspektrometrie-Bericht der konkreten Charge, abgeglichen mit Sequenz, Disulfidstatus und ausgewiesener Molekülform. Eine Katalogbezeichnung allein reicht nicht.

Diese Trennung steuert auch die Literaturauswertung. Befunde zu hGH(177-191) oder AOD-9604 dürfen nicht als Eigenschaften von hGH(176-191) erscheinen. Der ähnliche Namensraum beschreibt Verwandtschaft, aber keine analytische oder experimentelle Gleichheit.

Abgrenzungsquellen: Weerasinghe und Bornstein 1979 · PMID 373464 · Macaulay et al. 1983 · PMID 6307153 · Wu und Ng 1993 · PMID 8358331 · Ng et al. 2000 · PMID 11146367 · Wilding 2004 · PMID 15134286

05Form, Lagerung und Chargendokumentation

Wird das Material in einem freigegebenen Dokument als lyophilisiert beschrieben, ordnet dieser Begriff allein das physische Format ein. Molekulare Identität, Gehalt, Lagerbedingungen, Stabilität und Reinheit werden dadurch nicht belegt und sind ausschließlich anhand der zutreffenden Spezifikation, Kennzeichnung und Chargendokumentation zu bewerten.

Physische Form, Lagerbedingung, Stabilitätszeitraum und Zusammensetzung sind keine allgemeinen Literaturmerkmale. Maßgeblich sind Etikett, freigegebene Spezifikation und Dokumentation der jeweils geprüften Charge. Widersprüche zwischen Produktbezeichnung, Chargencode und Analysenbericht müssen vor der Zuordnung zu einem kontrollierten Laborversuch geklärt werden.

Der Dokumentationspfad sollte die Bezeichnung hGH(176-191), den Chargencode, die ausgewiesene Sequenz, den Disulfidstatus, die Massenspektrometrie-Methode, das Prüfdatum und das Ergebnis verbinden. Besonders der Massenspektrometrie-Bericht muss die exakte Masse der Charge erkennen lassen, damit hGH(176-191) nicht mit AOD-9604 oder hGH(177-191) verwechselt wird.

Eine HPLC-Angabe beschreibt nur das chromatografische Ergebnis der geprüften Charge unter der genannten Methode. Reinheit ist daher ausschließlich batchbezogen mit dem zugehörigen COA zu nennen. HPLC allein bestätigt weder die vollständige Sequenz noch die konkrete Variantenidentität; chromatografische Bewertung und massenspektrometrische Identitätsprüfung beantworten verschiedene Fragen.

Einordnung der Analytgrenzen: Ng und Bornstein 1978 · PMID 645904 · Ng et al. 2000 · PMID 11146367

06Research-Supply EU und Research-Use-Hinweis

HGH Fragment 176-191 wird Laboren in der EU als Forschungsmaterial bereitgestellt. Literatur und Chargendokumentation erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Publikationen ordnen modellspezifische Forschungsfragen ein, während das COA die tatsächlich geprüfte Charge und die verwendeten analytischen Methoden dokumentiert.

Das Material ist ausschließlich für Forschungszwecke und den Laborgebrauch bestimmt, nicht zur Diagnose, Behandlung oder Vorbeugung. Nicht für die Verwendung an Menschen oder Tieren. Kein Arzneimittel, Lebensmittel oder Kosmetikum.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist HGH-Fragment 176-191?

Die letzten 16 Aminosäuren des menschlichen Wachstumshormons, mit einer Disulfidbrücke zwischen den beiden Cysteinen.

Ist das dasselbe wie AOD-9604?

Nicht ganz, und genau hier liegt eine verbreitete Verwechslung. Laut UniProt (P01241) beginnt das Fragment 176-191 mit Phenylalanin. AOD-9604 besteht dagegen aus Tyrosin plus den Resten 177 bis 191. Der Unterschied beträgt ein Sauerstoffatom, rund 16 Dalton.

Warum stehen hier keine Summenformel, kein Molekulargewicht und keine CAS-Nummer?

Weil beide Varianten in der Branche unter demselben Namen verkauft werden. Solange die Identität nicht über die Massenspektrometrie der Charge bestätigt ist, zeigen wir lieber gar keine Zahl als eine falsche.

Woran erkennt man die Variante?

An der exakten Masse im MS-Bericht der Charge. Die beiden Varianten unterscheiden sich um rund 16 Dalton.

Wie ordnet Reborn das Produkt ein?

Ausschließlich als Research Peptide für Labor- und Forschungszwecke, nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier. Jede Charge wird mit Analysezertifikat (COA), HPLC und MS dokumentiert.

Wie kann ich bezahlen?

Wir akzeptieren Vorkasse per SEPA-Überweisung sowie Kryptowährungen. Alle Zahlungen werden sicher und verschlüsselt verarbeitet.

Wie schnell und wie wird versendet?

Diskreter Versand aus der EU in 4–5 Werktagen. Neutrale Verpackung ohne Rückschluss auf den Inhalt.