
Semax
Kognition, Stimmung & Schlaf
44,90 €
38,90 €
inkl. Versand & MwSt.
5,0 / 5,0 (1 Bewertungen)
Analyse Zertifikat pro Charge
≥ 99 % Reinheit (HPLC)
Lieferung nach Deutschland
4-5 Werktage Lieferzeit
Menge:
Sicher & schnell bezahlen
Lieferung: 08.09. – 09.09.
Bakteriostatisches Wasser 10 ml
Für die Rekonstitution, ab 70 € Bestellwert automatisch gratis dabei.
Noch 70,00 € bis zur Gratis-Zugabe.
Was ist Oxytocin Acetate
Oxytocin ist ein körpereigenes, zyklisches Nonapeptid (Disulfidbrücke Cys1–Cys6), das über den Oxytocin-Rezeptor wirkt und zu den meistuntersuchten Neuropeptiden der Sozial- und Stressforschung gehört. Als Oxytocin Acetate liegt es in einer gängigen Acetat-Salzform für Forschungszwecke vor. Wissenschaftlich verbindet Oxytocin gleich mehrere der spannendsten Forschungsachsen: Vertrauen, soziale Kognition, Social-Brain-Schaltkreise, Bindung und neuroendokrine Stressregulation.
Der stärkste Einstieg ist die Trust-/Social-Decision-Making-Linie: In der Nature-Studie von Kosfeld et al. wurde Oxytocin in einem humanen Vertrauensspiel untersucht und mit erhöhtem Vertrauensverhalten verknüpft (Kosfeld et al., 2005). Direkt daneben steht die soziale Kognition – Domes et al. untersuchten Oxytocin in einer Mind-Reading-Aufgabe zur Interpretation subtiler Augenregion-Hinweise (Domes et al., 2007) – sowie die mechanistische Tiefe: in humaner Neuroimaging-Forschung modulierte Oxytocin Schaltkreise für soziale Kognition und Furchtverarbeitung, inklusive Amygdala (Kirsch et al., 2005).
Die zweite Säule ist die Stress- und HPA-Achsen-Forschung. Heinrichs et al. zeigten, dass Oxytocin und soziale Unterstützung in einem psychosozialen Stressmodell mit geringeren Cortisol- und subjektiven Stressreaktionen interagierten (Heinrichs et al., 2003); Ditzen et al. berichteten in einem Paar-Konflikt-Paradigma mehr positive Kommunikation und geringere Cortisolwerte (Ditzen et al., 2009). In präklinischen Rattenmodellen hemmte zentrales Oxytocin basale und stressinduzierte HPA-Achsen-Aktivität (Neumann et al., 2000).
Die dritte Säule ist Bindung/Partnerpräferenz: Vole-Modelle und konzeptionelle Arbeiten ordnen Oxytocin der Partnerpräferenz- und Social-Bonding-Forschung zu (Insel & Hulihan, 1995; Carter et al., 1992). Aktuelle Reviews verorten Oxytocin zusätzlich in Angst-, Social-Fear- und Fear-Learning-Kontexten (Neumann & Slattery, 2016; Gottschalk & Domschke, 2018; Yoon & Kim, 2020). Alle Aussagen sind studienbezogen und modellqualifiziert (human / präklinisch / Review). Oxytocin Acetate wird ausschließlich als Forschungschemikalie angeboten – ohne Anwendungs-, Dosierungs- oder Verabreichungshinweise.
Die folgenden Quellen stützen die auf dieser Produktseite verwendeten, study-framed Research-Claims. Alle Aussagen bleiben modell-/studienbezogen und ersetzen keine medizinische Aussage.
Quelle: Kosfeld M, Heinrichs M, Zak PJ, Fischbacher U, Fehr E, 2005, Nature
Research Area: Trust / social decision-making
Finding: Intranasal oxytocin increased trust behaviour (monetary transfers to a trustee) in an experimental trust game; the effect was specific to social risk-taking and not explained by a general increase in risk-taking.
Website Claim: In einer humanen experimentellen Studie wurde Oxytocin in einem Vertrauensspiel-Paradigma mit erhöhtem Vertrauensverhalten verknüpft.


Forschungsstand
12 ausgewählte Quellen — filterbar nach Studientyp, jede verlinkt direkt zur Quelle.
Research Deep Dive
Vertiefte, studienbasierte Einordnung — jede Aussage mit PubMed-Quelle und Modellqualifier.
Oxytocin Acetate bezeichnet die Acetatform eines zyklischen, C-terminal amidierten Nonapeptids. Für die freie Base und das Monoacetat bestehen getrennte Referenzeinträge. Diese Trennung ist ein praktisches Prüfkriterium: Formel, CAS und PubChem CID müssen stets der ausdrücklich bezeichneten Form zugeordnet bleiben. Ein Datenbankwert allein bestimmt jedoch weder die Form noch die Zusammensetzung einer konkreten Charge.
| Feld | Dokumentierte Referenzangabe |
|---|---|
| Bezeichnung | Oxytocin Acetate |
| Klasse | Zyklisches, C-terminal amidiertes Nonapeptid |
| Freie Base | C43H66N12O12S2; CAS 50-56-6; PubChem CID 439302 |
| Monoacetat | C45H70N12O14S2; CAS 6233-83-6; PubChem CID 12004215 |
| Strukturmerkmal | Disulfidbrücke Cys1–Cys6; amidierter C-Terminus |
| Sequenz | Cys-Tyr-Ile-Gln-Asn-Cys-Pro-Leu-Gly-NH2 |
| Forschungsbezugspunkt | Oxytocin-Rezeptor OXTR; G-Protein-gekoppelter Rezeptor |
| Salzstöchiometrie und Peptidgehalt | Chargenbezogen anhand der freigegebenen Dokumentation zu bestätigen |
Acetat ist ein Gegenion und kein zusätzlicher Aminosäurerest. Daher sind Bruttosalzmasse und Peptidgehalt nicht austauschbar. Auch aus dem Namen lässt sich die tatsächlich dokumentierte Salzstöchiometrie nicht ableiten. Ob die Charge der Monoacetat-Referenz entspricht und wie der Peptidgehalt ausgewiesen wird, muss die zugehörige Spezifikation eindeutig festlegen.
Identitätskontext: Kimura et al. 1992 · Nature · humanes OXTR-Expressionssystem
Die Gegenionzuordnung ändert nicht die definierte Peptidsequenz. Beide Referenzformen teilen neun Aminosäurereste in der Reihenfolge Cys-Tyr-Ile-Gln-Asn-Cys-Pro-Leu-Gly-NH2. Die Disulfidbrücke zwischen Cys1 und Cys6 schließt den zyklischen Teil; die Endgruppe Gly-NH2 kennzeichnet den amidierten C-Terminus. Sequenz, Disulfidverknüpfung und Endgruppe sind gemeinsam zu prüfen, weil eine bloße Namensübereinstimmung die kovalente Identität nicht vollständig beschreibt.
Neun Reste, Cys1–Cys6-Verknüpfung und terminale Amidierung definieren gemeinsam das Peptidgerüst.
Acetat gehört zur Salzbeschreibung, erweitert die Sequenz aber nicht um einen zehnten Rest.
Referenzstruktur und Datenbanknummern authentifizieren weder das erhaltene Material noch dessen Gehalt.
Reduktion der Disulfidbrücke würde die kovalente Struktur verändern. Das ist eine analytische Abgrenzung, keine Feststellung über eine gelieferte Charge. Ebenso lässt sich aus einer Summenformel nicht ableiten, welche Begleitkomponenten in einem Material dokumentiert sind. Für die Zuordnung zählen deshalb das bezeichnete Molekül, die ausgewiesene Salzform und die chargenbezogenen Prüfdaten als getrennte, miteinander abzugleichende Ebenen.
Strukturbezogener Rezeptorkontext: Waltenspühl et al. 2020 · Science Advances · humanes In-vitro-OXTR-Struktursystem
Der Oxytocin-Rezeptor OXTR bildet den molekularen Bezugspunkt des Belegkorpus. Kimura und Kollegen isolierten 1992 humane OXTR-cDNA durch Expressionsklonierung und beschrieben ein Protein mit sieben Transmembrandomänen, entsprechend der Architektur eines G-Protein-gekoppelten Rezeptors. Dieser Befund identifiziert und klassifiziert den Rezeptor im untersuchten Expressionssystem; er ist weder eine Analyse des Acetatsalzes noch ein Nachweis für eine Handelscharge.
Waltenspühl und Kollegen bestimmten 2020 eine Kristallstruktur des humanen OXTR im Komplex mit einem nichtpeptidischen Antagonisten. Unter diesen In-vitro-Strukturbedingungen wurden rezeptorassoziiertes Cholesterin und eine Mg2+-Koordinationsstelle beschrieben. Die Arbeit liefert räumliche Information über den Rezeptor und seinen Komplex. Sie prüft nicht die Identität, Salzform, Reinheit oder den Peptidgehalt eines bereitgestellten Reagenz.
Expressionsklonierung und Kristallstruktur beantworten somit unterschiedliche Fragen: Die erste Arbeit betrifft Sequenzzuordnung und Rezeptorarchitektur, die zweite einen strukturell erfassten Rezeptorkomplex. Beide betreffen den humanen OXTR, dürfen aber weder methodisch gleichgesetzt noch zur allgemeinen Stoffeigenschaft verdichtet werden. Der Modellqualifier bleibt bei jeder Aussage erhalten.
Rezeptorquellen: Kimura et al. 1992 · Nature · humanes Expressionssystem; Waltenspühl et al. 2020 · Science Advances · humanes In-vitro-Struktursystem.
Zell- und Membransysteme trennen einzelne Rezeptorfragen unter kontrollierten Bedingungen. Riley und Kollegen charakterisierten 1996 ein ovines endometriales OXTR-Konstrukt, das vorübergehend in COS-7-Zellen exprimiert wurde. Gemessen wurden Ligandenbindung und Phosphoinositid-Umsatz. Das Konstrukt stammt vom Schaf; die Ergebnisse dürfen daher nicht als Befund an einem humanen Rezeptor bezeichnet werden.
Gimpl und Fahrenholz untersuchten 2000 einen humanen OXTR in HEK293-Membranfraktionen. Verglichen wurden cholesterinreiche und cholesterinarme Membrandomänen sowie daran gebundene Rezeptoreigenschaften. Diese Resultate beschreiben das ausgewiesene Membransystem. Sie machen Membranzusammensetzung zu einer Versuchsbedingung und nicht zu einer Aussage über das Peptidmaterial.
Busnelli und Kollegen verwendeten 2012 Biosensoren, um die Rekrutierung verschiedener G-Protein-Subtypen am humanen OXTR zu erfassen. Der Vergleich umfasste Oxytocin und strukturell modifizierte Peptidliganden. Befunde zu den modifizierten Verbindungen sind nicht durchgehend Oxytocin-Befunde. Ligand, Rezeptorkonstrukt, Zellkontext, Messverfahren und Endpunkt müssen deshalb bei der Interpretation zusammenbleiben.
Zellquellen: Riley et al. 1996 · Journal of Endocrinology · ovines OXTR-Konstrukt in COS-7-Zellen · Gimpl et al. 2000 · European Journal of Biochemistry · humane HEK293-Membranfraktionen · Busnelli et al. 2012 · Journal of Biological Chemistry · humanes In-vitro-OXTR-System mit modifizierten Liganden
Dieses Kapitel beschreibt Befunde in kontrollierter Forschung und trifft keine Aussage zur Nutzung des Materials. Bildgebung, präklinisches Tiermodell und Beobachtungskohorte erfassen verschiedene Messgrößen. Ihre Ergebnisse lassen sich nicht zu einem gemeinsamen Nachweis zusammenziehen.
Expressionsklonierung des humanen OXTR und Zuordnung einer Sieben-Transmembran-Architektur.
PMID 1313946Ligandenbindung und Phosphoinositid-Umsatz an einem ovinen OXTR-Konstrukt in transfizierten COS-7-Zellen.
PMID 8691097Eigenschaften des humanen OXTR in cholesterolreichen und cholesterolarmen HEK293-Membranfraktionen.
PMID 10785367Basale und experimentell ausgelöste HPA-Achsen-Aktivität, einschließlich einer Teilwirkung im Nucleus paraventricularis.
PMID 10718919Amygdala-Aktivierung und Kopplung zwischen Amygdala und Hirnstamm als Bildgebungssignale in einem definierten Paradigma; keine Aussage über das gelieferte Reagenz.
PMID 16339042Biosensorbasierte Rekrutierung von G-Protein-Subtypen durch Oxytocin und strukturell modifizierte Peptidliganden am humanen OXTR.
PMID 22069312Körpereigene Oxytocin-Messwerte und cortisolbezogene HPA-Achsen-Reaktivität in einer humanen Beobachtungskohorte; es wurde kein Reagenz verabreicht.
PMID 25768266Kristallstruktur des humanen OXTR im Komplex mit einem nichtpeptidischen Antagonisten sowie rezeptorassoziiertes Cholesterin und Mg2+-Koordination.
PMID 32832646Kirsch 2005 liefert ausschließlich paradigmengebundene Bildgebungssignale. Neumann 2000 bleibt ein spezies- und versuchsgebundenes Rattenmodell. Cox 2015 beobachtete körpereigene Messwerte und führte kein Reagenz zu. Keine dieser Arbeiten prüft eine angebotene Charge oder bestätigt deren Identität, Salzform, Gehalt oder Reinheit.
Modellquellen: Kirsch et al. 2005 · The Journal of Neuroscience · humanes Bildgebungsparadigma · Neumann et al. 2000 · Journal of Neuroendocrinology · präklinisches Rattenmodell · Cox et al. 2015 · Psychoneuroendocrinology · humane Beobachtungskohorte mit körpereigenen Messwerten; kein Reagenz zugeführt
Beschreibt ein freigegebenes Dokument das Material als lyophilisiert, bezeichnet dies ausschließlich das physische Format. Daraus folgen keine Nachweise für molekulare Identität, Gehalt, Lagerbedingungen, Stabilität oder Reinheit; diese Merkmale sind getrennt anhand von Etikett, Spezifikation und Unterlagen der jeweiligen Charge zu qualifizieren.
Laborteams, die Oxytocin Acetate kaufen, prüfen eine durchgängige Zuordnung von Produktbezeichnung, ausgewiesener chemischer Form, Etikett, Spezifikation, Chargencode und Analysezertifikat. Die zwei Referenzeinträge machen diesen Abgleich besonders wichtig: Eine CAS-Nummer oder Summenformel der freien Base darf nicht ohne Kennzeichnung als Angabe des Acetatsalzes geführt werden. Abweichungen zwischen den Dokumenten sind vor der experimentellen Zuordnung zu klären.
Ein COA kann mittels HPLC einen chromatografischen Wert für die analysierte Charge innerhalb der bezeichneten Methode dokumentieren. Dieser Wert ist keine allgemeine Reinheitseigenschaft des Stoffes. Wenn MS-Daten für dieselbe Charge ausgewiesen sind, können sie die molekulare Identität ergänzend stützen. HPLC und MS erfüllen unterschiedliche analytische Aufgaben; keine der Methoden klärt allein Salzstöchiometrie, Peptidgehalt und sämtliche Identitätsfragen.
Publikationen liefern Kontext für Rezeptor, Modell und Messgrößen, qualifizieren aber kein geliefertes Material. Belastbar ist nur eine Dokumentenkette, in der Prüfmethode, Ergebnis, Akzeptanzkriterium und Freigabe eindeutig zur bezeichneten Charge gehören. Auch physische Form, verbindliche Lagerbedingungen und Stabilitätsangaben wären aus freigegebenen Produkt- und Chargenunterlagen zu entnehmen und werden hier nicht abgeleitet.
Das Material ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt, nicht für die Anwendung an Menschen oder Tieren.

FAQ
Ein zyklisches Neunpeptid mit einer Disulfidbrücke, das im Hypothalamus gebildet und über die Neurohypophyse ausgeschüttet wird.
Acetat ist das übliche Gegenion aus der Peptidsynthese. Es stabilisiert das lyophilisierte Peptid, die aktive Einheit bleibt das Oxytocin selbst.
Neben Uteruskontraktion und Milchejektion vor allem soziale Kognition, Bindungsverhalten und Stressreaktivität.
Ausschließlich als Research Peptide für Labor- und Forschungszwecke, nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier. Jede Charge wird mit Analysezertifikat (COA), HPLC und MS dokumentiert.
Wir akzeptieren Vorkasse per SEPA-Überweisung sowie Kryptowährungen. Alle Zahlungen werden sicher und verschlüsselt verarbeitet.
Diskreter Versand aus der EU in 4–5 Werktagen. Neutrale Verpackung ohne Rückschluss auf den Inhalt.