
HCG 5000 IU
Libido & Sexualfunktion
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Was ist PT-141
Melanocortine sind körpereigene Signalmoleküle, die über fünf Rezeptor-Subtypen (MC1R–MC5R) wirken. Innerhalb dieses Systems hat sich der MC4R-Rezeptor als zentraler Knotenpunkt für die Erforschung neuronaler Signalwege herauskristallisiert. In Studien wurde gezeigt, dass PT-141 als Agonist an Melanocortin-Rezeptoren wirkt und dabei einen zentralnervösen Wirkansatz verfolgt (Molinoff et al., 2003; Hadley, 2005).
Genau dieser zentrale Mechanismus ist der wissenschaftlich spannendste Aspekt: Während viele klassische Forschungssubstanzen peripher über die Gefäßregulation ansetzen, adressiert PT-141 Signalwege im Gehirn. Präklinische Arbeiten untermauern dieses Bild – in kontrollierten Tiermodellen beeinflusste ein Melanocortin-Rezeptor-Agonist selektiv zentral vermittelte Verhaltensmuster (Pfaus et al., 2004, PNAS).
Was PT-141 unter Forschungspeptiden heraushebt, ist die Tiefe der klinischen Datenlage. Das Molekül durchlief ein vollständiges klinisches Entwicklungsprogramm: placebokontrollierte Dosisfindungs-Studien (Clayton et al., 2016) und zwei randomisierte, doppelblinde Phase-3-Studien (RECONNECT; Kingsberg et al., 2019), ergänzt durch eine Langzeit-Verlängerungsphase (Simon et al., 2019). Die subkutane Pharmakokinetik wurde früh klinisch charakterisiert (Rosen et al., 2004). Die Studienlage positioniert PT-141 als eines der best-dokumentierten Melanocortin-Peptide überhaupt.
Alle Aussagen sind studienbezogen und modellqualifiziert (präklinisch / Tiermodell / Human / Review). PT-141 wird ausschließlich als Forschungschemikalie angeboten.
Die folgenden Quellen stützen die auf dieser Produktseite verwendeten, study-framed Research-Claims. Alle Aussagen bleiben modell-/studienbezogen und ersetzen keine medizinische Aussage.
Quelle: Kingsberg SA, Clayton AH, Portman D, Williams LA, Krop J, Jordan R, Lucas J, Simon JA, 2019, Obstetrics & Gynecology
Research Area: Clinical sexual-desire & distress research (premenopausal women)
Finding: In the pooled RECONNECT trials (Studies 301/302) the bremelanotide groups showed statistically significant improvements vs placebo on the co-primary desire and desire-related distress instruments over the 24-week core phase.
Website Claim: In randomisierten Phase-3-Studien wurde PT-141 (Bremelanotid) hinsichtlich Studienendpunkten zu sexuellem Verlangen untersucht.


Forschungsstand
10 ausgewählte Quellen — filterbar nach Studientyp, jede verlinkt direkt zur Quelle.
Research Deep Dive
Vertiefte, studienbasierte Einordnung — jede Aussage mit PubMed-Quelle und Modellqualifier.
PT-141 bezeichnet in der Referenzliteratur ein synthetisches zyklisches Heptapeptid aus sieben Aminosäureresten. Die kondensierte Referenzsequenz lautet Ac-Nle-Asp(1)-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys(1)-OH. Dabei steht Nle für Norleucin, D-Phe für D-Phenylalanin und Ac für die N-terminale Acetylierung. Die korrespondierenden Markierungen „(1)“ kennzeichnen den Seitenketten-Ringschluss zwischen Asp und Lys. Diese Schreibweise beschreibt eine Referenzstruktur; sie weist nicht nach, welche molekulare Form in einer konkreten Handelscharge vorliegt.
PubChem führt die freie Peptidform unter CID 9941379. Eine Datenbankregistrierung unterstützt den Abgleich von Namen, Formel und Struktur, ersetzt jedoch keine chargenbezogene Prüfung. Insbesondere lassen sich Gegenion, Salz- oder Solvatform, tatsächlicher Gehalt und analytischer Befund nicht allein aus einer Registriernummer ableiten. Solche Angaben müssen in der freigegebenen Produktspezifikation und in den eindeutig zugeordneten Chargenunterlagen zusammenpassen.
| Feld | Referenzangabe |
|---|---|
| Bezeichnung / Synonym | PT-141 / Bremelanotid |
| Klasse und Struktur | Synthetisches zyklisches Heptapeptid, 7 Aminosäurereste |
| Kondensierte Sequenz bzw. Ringschluss | Ac-Nle-Asp(1)-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys(1)-OH; Seitenketten-Ringschluss zwischen Asp und Lys |
| Summenformel | C50H68N14O10 |
| PubChem-Registrierung (CID) | 9941379 |
| CAS-Nummer | 189691-06-3 |
| Deklarierte Form | Lyophilisiert |
Referenzidentität und Chargenidentität beantworten damit verschiedene Fragen. Die Sequenznotation beschreibt strukturelle Merkmale des Referenzmoleküls. Analytische Unterlagen dokumentieren dagegen, welches Material nach welcher Methode, an welchem Datum und unter welcher Chargenkennung geprüft wurde. Beide Ebenen sind gemeinsam zu lesen, ersetzen einander aber nicht.
Quellen: Hadley und Dorr 2006 · Sauter et al. 2020
„PT-141“ und „PT 141“ begegnen als unterschiedliche Katalog- und Literaturschreibungen. Bindestrich, Leerzeichen oder Großschreibung verändern für sich genommen keine chemische Referenzidentität. Zugleich beweist keine dieser Namensformen, dass ein vorliegendes Material tatsächlich der erwarteten Struktur entspricht. Ein Katalogname ist deshalb nur der Ausgangspunkt für die Zuordnung, nicht deren analytischer Abschluss.
Die Literaturidentität ordnet einen Namen einer beschriebenen Struktur, Rezeptorklassifikation und Publikationshistorie zu. Die Chargenidentität verlangt dagegen eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Artikelreferenz, Chargenkennung, deklarierter Form, Prüfmethode und freigegebenem Ergebnis. Auch eine Übereinstimmung der Bezeichnung auf mehreren Dokumenten reicht nicht aus, wenn die Chargenreferenz fehlt oder die Dokumente unterschiedliche Materialformen beschreiben.
Registriernummern grenzen den Referenzdatensatz genauer ein. CID 9941379 und CAS 189691-06-3 erleichtern den Abgleich mit der freien Peptidreferenz, können aber weder den Inhalt eines Behältnisses authentifizieren noch Gegenion, Solvat, Gehalt oder Reinheit einer Handelscharge bestätigen. Die Nummer benennt einen Datensatz; der chargenbezogene Nachweis entsteht erst durch die zugehörige Dokumentenkette und die darin ausgewiesenen Prüfungen.
Diese Trennung schützt auch vor einer Überdehnung pharmakologischer Begriffe. Die in der Literatur für Melanocortin-Peptide berichtete Einordnung zu MC1R, MC3R und MC4R ist eine modellspezifische Klassifikation. Sie ist weder ein Identitätstest noch ein Ersatz für chemisch-analytische Kriterien. Rezeptorprofil, Referenzstruktur und Chargenbefund bleiben getrennte Informationsebenen.
Quellen: Hadley und Dorr 2006 · Edinoff et al. 2022
Dieses Kapitel beschreibt Befunde aus kontrollierter Forschung und trifft keine Aussage zur Verwendung. Der Korpus umfasst eine bioanalytische Methodenarbeit mit Tiermodell, ein weiteres Tiermodell, zwei randomisierte humane Designs und zwei Übersichtsarbeiten. Diese Modelltypen beantworten unterschiedliche Fragen. Ihre Befunde dürfen weder zu einem einheitlichen Evidenzniveau verdichtet noch als Eigenschaft des angebotenen Forschungsmaterials gelesen werden.
Die Arbeit validierte eine UHPLC-MS/MS-Methode zur Quantifizierung der Referenzverbindung in Plasma und setzte sie für pharmakokinetische Proben aus einem Beagle-Modell ein. Die Methodenleistung gilt für die angegebene Matrix und Versuchsanordnung; sie bestätigt keine Eigenschaft einer unabhängigen Charge.
PMID 32353679In einem Modell mit weiblichen Ratten wurden verhaltensbezogene Endpunkte erfasst. Die Beobachtungen bleiben an Spezies, Versuchsaufbau, Vergleich und definierte Endpunktklasse gebunden.
PMID 15226502Das kleine randomisierte Cross-over-Design erfasste unter standardisierten Bedingungen physiologische und subjektive Messgrößen bei 18 prämenopausalen Teilnehmerinnen. Der enge Rahmen begrenzt weitergehende Schlussfolgerungen.
PMID 16839319Die randomisierte Studie arbeitete mit ambulanter Blutdrucküberwachung sowie Herzfrequenz- und pharmakokinetischen Messungen. Diese Messgrößen sind Bestandteile des konkreten Studiendesigns und keine Materialeigenschaften.
PMID 27977473Die historische Übersicht ordnete synthetische Melanocortin-Peptide und zyklische Analoga ein. Als Sekundärquelle strukturiert sie frühere Arbeiten, liefert jedoch keine neue Primärmessung.
PMID 16412534Diese Übersicht behandelte chemische Klassifikation, Rezeptorpharmakologie und die breitere Literatur. Ihre Einordnung übernimmt die Grenzen der jeweils ausgewerteten Primärquellen.
PMID 35076581Die beiden randomisierten Arbeiten verwenden verschiedene Messrahmen und sind keine Wiederholungen desselben Endpunkts. Das Rattenmodell bleibt speziesspezifisch. Die bioanalytische Arbeit belegt eine Messmethode in ihrem dokumentierten System. Übersichten verbinden und bewerten vorhandene Literatur, ohne eine zusätzliche experimentelle Beobachtung zu erzeugen.
Studienquellen: Sauter et al. 2020 · Pfaus et al. 2004 · Diamond et al. 2006 · White et al. 2017 · Hadley und Dorr 2006 · Edinoff et al. 2022
Publizierte Rezeptor-, Tier-, Human- und Übersichtsarbeiten liefern einen Rahmen für Forschungsfragen. Sie belegen jedoch nicht Identität, Gehalt oder Reinheit einer Handelscharge. Selbst eine genaue Übereinstimmung des Katalognamens mit einem Publikationstitel verbindet das physisch vorliegende Material nicht automatisch mit der dort untersuchten Referenzverbindung.
Ein HPLC-Ergebnis gilt ausschließlich für die geprüfte Charge und die dokumentierte Methode. Es kann einen chromatographischen Befund und gegebenenfalls einen methodenspezifischen Zahlenwert ausweisen. Daraus folgt weder eine pauschale Aussage zur Stoffklasse noch eine vollständige molekulare Identitätsbestätigung. Chromatographische Reinheit, molekulare Identität und Gehaltsbestimmung sind unterschiedliche analytische Fragen und müssen anhand der tatsächlich dokumentierten Prüfverfahren beurteilt werden.
Auch die UHPLC-MS/MS-Arbeit von Sauter und Kollegen ist kein Chargennachweis. Sie beschreibt Validierung und Einsatz einer bioanalytischen Methode in einer bestimmten Matrix und in einem bestimmten Modell. Die erfolgreiche Messung innerhalb dieses Systems lässt sich nicht auf ein anderes Material, ein anderes Labor oder eine nicht geprüfte Charge übertragen.
Jeder Modelltyp setzt eine eigene Grenze. Zellfreie oder zelluläre Rezeptorsysteme erfassen andere Ebenen als ein Tiermodell. Speziesspezifische Beobachtungen sind keine humanen Befunde. Kontrollierte Messungen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern bleiben an Population, Design, Vergleich, Zeitpunkt und Endpunkt gebunden und werden nicht zu Eigenschaften von Laborforschungsmaterial. Übersichtsarbeiten wiederum ordnen Primärquellen ein, können deren Grenzen aber nicht aufheben.
Quellen zur Evidenzabgrenzung: Sauter et al. 2020 · Edinoff et al. 2022
Für die Forschungsbeschaffung in der EU beginnt die Dokumentenprüfung mit einer eindeutigen Artikelreferenz und Chargenkennung. Hinzu kommen die deklarierte Bezeichnung und Form, die aufgeführten Prüfkriterien, die zugehörigen Ergebnisse, das Prüf- oder Freigabedatum und der dokumentierte Freigabestatus. Diese Angaben müssen innerhalb derselben Dokumentenkette aufeinander verweisen. Abweichende Kennungen, fehlende Seiten oder nicht zuordenbare Ergebnisse sind vor der Aufnahme in eine Versuchsakte zu klären.
Eine belastbare Dokumentenlenkung bewahrt freigegebene Fassungen getrennt von Entwürfen auf und hält fest, welche Spezifikation und welches Analysenzertifikat zu welcher Charge gehören. Änderungen benötigen eine nachvollziehbare Versionskennung. Literaturquellen, Referenzdatenbanken, Produktspezifikation und Chargennachweise bleiben als unterschiedliche Dokumenttypen erkennbar, weil sie verschiedene Aussagen tragen.
Die Freigabe für einen kontrollierten Laborprozess sollte sich nur auf nachprüfbare Kriterien stützen. Dazu gehören Vollständigkeit, konsistente Stoff- und Chargenbezeichnung, dokumentierte Methoden, lesbare Ergebnisse, Datum und formaler Freigabestatus. Eine Publikationsliste kann die wissenschaftliche Einordnung unterstützen, ersetzt aber keine dieser Beschaffungs- und Dokumentationsprüfungen.
Das Material ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt, nicht für die Anwendung an Menschen oder Tieren.

FAQ
Bremelanotide, ein zyklisches Heptapeptid und Melanocortin-Rezeptor-Agonist, abgeleitet aus einem Metaboliten von Melanotan II.
PT-141 wirkt vor allem über MC4R und damit zentral auf die Sexualfunktion, ohne die ausgeprägte Pigmentierung über MC1R.
Nach heutiger Lesart zentral, über Melanocortin-Rezeptoren im Gehirn, und nicht über die Gefäße wie PDE-5-Hemmer.
Ausschließlich als Research Peptide für Labor- und Forschungszwecke, nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier. Jede Charge wird mit Analysezertifikat (COA), HPLC und MS dokumentiert.
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