HCG 5000 IU

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Was ist HCG 5000 IU

HCG 5000 IU im Überblick

HCG steht für humanes Choriongonadotropin. Anders als alle anderen Produkte in diesem Sortiment ist es kein einfaches Peptid, sondern ein Glykoprotein-Hormon aus zwei unterschiedlichen Untereinheiten, die nicht kovalent verbunden sind und stark mit Zuckerketten besetzt sind.

Genau daraus folgt eine Besonderheit: Es gibt keine einzelne Summenformel und kein exaktes Molekulargewicht, sondern nur einen Bereich. Die Dosierung erfolgt deshalb in Internationalen Einheiten (IU), nicht in Milligramm. Bei Reborn Peptides ist HCG ausschließlich ein Research Compound.

Forschungsüberblick

HCG besteht aus einer Alpha-Untereinheit, die es mit LH, FSH und TSH teilt, und einer spezifischen Beta-Untereinheit. Diese Beta-Kette bestimmt die biologische Identität. Beide Ketten tragen Zuckerketten, deren Zusammensetzung von Charge zu Charge variieren kann. Deshalb wird HCG in Internationalen Einheiten standardisiert und nicht über die Masse.

Biologisch bindet HCG an denselben Rezeptor wie das luteinisierende Hormon, den LH-/Choriongonadotropin-Rezeptor LHCGR. Mann und Kollegen (2022) untersuchten Expression und Funktion dieses Rezeptors in menschlichen Endometrium-Stromazellen. Was der Rezeptor physiologisch leistet, lässt sich besonders gut an Knockout-Modellen ablesen, die Huhtaniemi (2026) in einer Übersicht zusammenfasst.

Hinweis zu den Kennzahlen: Eine Summenformel ist für ein Glykoprotein nicht sinnvoll angebbar, und auch eine Aminosäurezahl wäre irreführend, weil es zwei Ketten sind. Diese Felder bleiben deshalb bewusst leer. Aus demselben Grund gibt es keine Molekülgrafik.

Einordnung: HCG ist als Arzneimittel zugelassen, das hier angebotene Material ist ausschließlich ein Research Compound und kein Arzneimittel.

Technische Daten
CAS-Nummer9002-61-3
Molekulargewichtca. 36 bis 40 kDa
Reinheit≥ 99 % (HPLC)
ZielstrukturLH-/Choriongonadotropin-Rezeptor (LHCGR)
HCG 5000 IU
In-vitroTiermodellHuman-PilotRCTZulassung
Zwei Untereinheiten
Dosierung in IU
Rezeptor LHCGR

Evidenz

Forschungs Highlights

Eine gemeinsame Alpha-Kette und eine spezifische Beta-Kette. Die Beta-Kette bestimmt die biologische Identität.

Wegen der variablen Zuckerketten wird HCG biologisch standardisiert und in Internationalen Einheiten angegeben, nicht in Milligramm.

HCG bindet denselben Rezeptor wie das luteinisierende Hormon.

Mann et al. 2022 · PMID 35597810 · Huhtaniemi 2026 · PMID 39840520

Research Deep Dive

Die Forschung im Detail

Vertiefte, studienbasierte Einordnung — jede Aussage mit PubMed-Quelle und Modellqualifier.

2 UntereinheitenGlykosyliertes Heterodimer
4 FamilienmitgliederLH, FSH, TSH und CG
9 QuellenModellqualifizierter Belegkorpus
0 HumanstudienMit Materialzuführung im Korpus
01Glykoprotein-Hormon statt kurzer Peptidkette

Humanes Choriongonadotropin, kurz hCG, ist ein heterodimeres, glykosyliertes Glykoprotein-Hormon. Die Einordnung als Peptid wäre chemisch zu kurz gegriffen: Das Molekül besteht nicht aus einer einzelnen kurzen Kette, sondern aus zwei unterschiedlichen, nicht kovalent assoziierten Untereinheiten. Die Alpha-Untereinheit ist innerhalb der Familie von LH, FSH, TSH und CG gemeinsam; die Beta-Untereinheit ist hormonspezifisch. Beide tragen Zuckerketten, die zur Molekülform gehören.

Pierce und Parsons ordneten diese Alpha-/Beta-Architektur 1981 in einem Review der Glykoproteinhormon-Familie. Der Review bündelt Strukturwissen und ist keine Untersuchung einer angebotenen Charge. Für die Identitätsprüfung folgt daraus dennoch eine klare Hierarchie: Erst die Untereinheiten-Architektur und ihre Glykosylierung beschreiben die Stoffklasse; ein Katalogname allein authentifiziert kein konkretes Material.

FeldDokumentierte Referenzeinordnung
BezeichnungHumanes Choriongonadotropin; hCG; Choriongonadotropin; CG
KlasseHeterodimeres, glykosyliertes Glykoprotein-Hormon
FamilieLH, FSH, TSH und CG
ArchitekturGemeinsame Alpha- und hormonspezifische Beta-Untereinheit; nicht kovalent assoziiert
GlykosylierungBeide Untereinheiten tragen Zuckerketten
ForschungsbezugspunktLHCGR, ein G-Protein-gekoppelter LH/CG-Rezeptor
PotenzangabeInternationale Einheiten als bioassay-gebundene Standardisierung
ChargenidentitätÜber Spezifikation und zugehörige Prüfdokumentation zu bestätigen

Eine Literaturreferenz beschreibt somit die molekulare Klasse, nicht die Beschaffenheit eines gelieferten Reagenz. Herkunft, Glykoform-Verteilung, ausgewiesene Potenz und analytische Ergebnisse bleiben der eindeutig bezeichneten Charge zugeordnet.

Klassenkontext: Pierce & Parsons 1981 · Annual Review of Biochemistry · Review · PMID 6267989

02Cystinknoten, Beta-Sicherheitsgurt und Glykoformen

Die Strukturkristallographie von Lapthorn und Kollegen zeigte 1994 in jeder der beiden Untereinheiten eine Cystinknoten-Faltung. Ein Abschnitt der Beta-Untereinheit legt sich um die Alpha-Untereinheit und wird durch eine Disulfidbrücke geschlossen. Dieser Beta-Sicherheitsgurt stabilisiert das Heterodimer. Die Aussage beruht auf einer kristallographisch untersuchten Struktur und darf nicht als Prüfergebnis einer Handelscharge gelesen werden.

Faltung

Die Kristallstruktur beschreibt Cystinknoten-Motive in beiden Untereinheiten.

Assoziation

Der Beta-Sicherheitsgurt stabilisiert die nicht kovalent verbundene Alpha-/Beta-Architektur.

Dokumentgrenze

Strukturreferenzen ersetzen weder Chargenzuordnung noch analytische Identitätsprüfung.

Zur Proteinarchitektur kommen variable Zuckerketten. Cole unterschied 2010 in einem Review mehrere hCG-verwandte Molekülformen. Hier trägt die Arbeit ausschließlich die Aussage, dass molekulare Formen und Varianten auseinanderzuhalten sind. Aussagen zu den im Publikationstext erörterten biologischen Funktionen werden nicht übertragen.

Aus der Kombination zweier Ketten und variabler Glykosylierung folgt, dass eine einzige Summenformel, ein exaktes Molekulargewicht oder eine einzelne Aminosäurezahl die Molekülform nicht eindeutig repräsentiert. Solche Werte wären keine verlässlichen Stoffkonstanten. Aussagekräftiger sind Untereinheiten-Architektur, Glykoform-Kontext und die chargenbezogene Dokumentation der jeweils geprüften Identität.

Struktur- und Variantenkontext: Lapthorn et al. 1994 · Nature · Strukturkristallographie · PMID 8202136 · Cole 2010 · Reproductive Biology and Endocrinology · Review zu Molekülformen · PMID 20735820

035000 IU bezeichnet Potenz, nicht Masse

Die Zahl im Produktnamen ist keine Massenangabe. Internationale Einheiten drücken eine bioassay-gebundene Potenz gegenüber einem Referenzstandard aus. Sie verbinden eine dokumentierte Aktivität mit einem Vergleichssystem. Eine Milligramm-Zahl beantwortet eine andere Frage und kann diese Standardisierung nicht ersetzen.

Das ist bei einem glykosylierten Heterodimer besonders relevant: Unterschiedliche molekulare Formen können bei gleicher Masse nicht ohne Weiteres als gleich aktiv vorausgesetzt werden. Umgekehrt macht die Katalogangabe allein noch keine Aussage darüber, welche Aktivität für eine konkrete Probe bestätigt wurde. Die Potenz gehört deshalb in eine nachvollziehbare Dokumentenkette aus Produktbezeichnung, Chargencode, Spezifikation, verwendetem Bioassay, Referenzstandard und freigegebenem Ergebnis.

IU, chromatografischer Befund und molekulare Identität sind getrennte analytische Ebenen. Der Bioassay ordnet Potenz relativ zum Referenzstandard zu. Eine chromatografische Methode beschreibt ein Ergebnis unter ihren festgelegten Bedingungen. Eine identitätsstützende Messung adressiert wiederum molekulare Merkmale. Erst die eindeutige Zuordnung aller Angaben zur selben Charge macht den Datensatz prüfbar; keine Einzelangabe ersetzt die übrigen.

Molekularer Rahmen der Potenzstandardisierung: Cole 2010 · Reproductive Biology and Endocrinology · Review zu hCG-verwandten Molekülformen · PMID 20735820

04LHCGR als gemeinsamer Rezeptorrahmen

Der Forschungsbezugspunkt der ausgewählten Literatur ist LHCGR, der gemeinsame LH/CG-Rezeptor. McFarland und Kollegen isolierten 1989 Rezeptor-cDNA aus Luteingewebe der Ratte. Die abgeleitete Architektur umfasste eine große extrazelluläre Domäne und eine Region mit sieben Transmembransegmenten; die Arbeit ordnete den Rezeptor der Familie G-Protein-gekoppelter Rezeptoren zu. In konstruierten Expressionszellen wurden Ligandenbindung und cAMP als Endpunkte erfasst.

Ascoli und Kollegen fassten 2002 in einem Review Wissen zu Rezeptorstruktur, Ligandenbindung, Signalgebung und Regulation zusammen. Diese beiden Evidenztypen sind nicht gleichzusetzen: McFarland ist eine Rezeptorklonierung aus Rattengewebe mit Expressionssystem, Ascoli eine Literaturauswertung. Gemeinsam definieren sie einen Rezeptorrahmen, bestätigen aber weder die Identität noch die Aktivität einer gelieferten Charge.

Rezeptor

LHCGR bezeichnet im Korpus den gemeinsamen LH/CG-Rezeptor und einen GPCR-Forschungsgegenstand.

Ligandenbindung

Bindung ist ein Endpunkt des jeweils bezeichneten Rezeptor- oder Expressionssystems.

Signalgröße

cAMP ist eine gemessene intrazelluläre Größe, deren Aussage an Modell und Methode gebunden bleibt.

Rezeptorquellen: McFarland et al. 1989 · Science · Rattengewebe und Expressionssystem · PMID 2502842 · Ascoli et al. 2002 · Endocrine Reviews · Review · PMID 11943741

05Getrennte Modelle und ihre Messgrenzen

Dieses Kapitel beschreibt Befunde in kontrollierter Forschung und trifft keine Aussage zur Nutzung des Materials. Der Korpus verbindet Strukturarbeit, Zellmodelle, Nagermodelle, Immunoassay-Methodik und Reviews. Er enthält keine humane Studie mit Zuführung des angebotenen Materials. Jede Beobachtung bleibt an Spezies, System, Eingriff und Messgröße gebunden.

Methodik · 1972
Vaitukaitis et al., American Journal of Obstetrics and Gynecology

Eine beta-selektive Radioimmunoassay-Arbeit unterschied hCG in Gegenwart von humanem LH; ausschließlich ein analytischer Spezifitätsendpunkt.

PMID 4673805
Review · 1981
Pierce & Parsons, Annual Review of Biochemistry

Review zur gemeinsamen Alpha- und hormonspezifischen Beta-Untereinheit der Glykoproteinhormon-Familie.

PMID 6267989
Rattenmodell · 1989
McFarland et al., Science

Rezeptorklonierung aus Luteingewebe der Ratte und Einordnung der Transmembranregion als GPCR-verwandt.

PMID 2502842
In vitro · Ratte · 1992
Suh et al., Journal of Cell Biology

Rezeptorexpression rekonstituierte cAMP- und Steroidogenese-Endpunkte in immortalisierten Granulosazellen der Ratte.

PMID 1328253
Kristallographie · 1994
Lapthorn et al., Nature

Kristallstruktur des humanen hCG-Heterodimers mit Cystinknoten beider Ketten und stabilisierendem Beta-Sicherheitsgurt.

PMID 8202136
In vitro · Maus · 1994
Clark et al., Journal of Biological Chemistry

Aufreinigung, Klonierung und Expression des StAR-Proteins im MA-10-Leydig-Tumorzellmodell der Maus.

PMID 7961770
Knockout-Maus · 2001
Zhang et al., Molecular Endocrinology

Genetische Rezeptorinaktivierung im präklinischen LuRKO-Knockout-Mausmodell; kein Befund an einer Produktcharge.

PMID 11145748
Review · 2002
Ascoli et al., Endocrine Reviews

Reviewrahmen zu LHCGR-Struktur, Ligandenbindung, G-Protein-Signalgebung und Regulation.

PMID 11943741
Review · 2010
Cole, Reproductive Biology and Endocrinology

Unterscheidung hCG-verwandter Molekülformen; hier ausschließlich als Beleg molekularer Heterogenität verwendet.

PMID 20735820

Clark und Suh untersuchten verschiedene Zelltypen zweier Spezies und unterschiedliche Versuchsfragen. Zhang untersuchte dagegen eine genetische Rezeptorinaktivierung im ganzen Mausmodell. Die drei Modellwelten dürfen weder verschmolzen noch auf den Menschen übertragen werden. Keine der neun Publikationen analysiert oder qualifiziert Reborn-Peptides-Material.

Modellabgrenzung: Clark et al. 1994 · PMID 7961770 · Suh et al. 1992 · PMID 1328253 · Zhang et al. 2001 · PMID 11145748

06Analytik, Beschaffung und Chargenqualifikation

Beschreibt ein freigegebenes Dokument das Material als lyophilisiert, bezeichnet dies ausschließlich dessen physisches Format. Daraus folgen weder ein Nachweis der molekularen Identität oder des Gehalts noch Aussagen zu Lagerung, Stabilität oder Reinheit; hierfür bleiben Etikett, Spezifikation und Unterlagen der betreffenden Charge maßgeblich.

Weil die Alpha-Untereinheit innerhalb der Glykoproteinhormon-Familie geteilt wird, verlangt die spezifische Erfassung von hCG eine beta-selektive Messung. Vaitukaitis und Kollegen beschrieben 1972 einen Radioimmunoassay, der hCG in Gegenwart von humanem LH unterschied. Das ist ein analytischer Spezifitätsendpunkt der Methodenarbeit, kein Nachweis für Eigenschaften einer angebotenen Charge.

Laborteams, die HCG 5000 IU kaufen, sollten Produktbezeichnung, Etikett, Spezifikation, Chargencode und COA als geschlossene Dokumentenkette prüfen. Die ausgewiesene IU-Standardisierung muss eindeutig derselben Charge zugeordnet sein wie Analysedatum, Methode, Ergebnis und Freigabestatus. Abweichende Bezeichnungen oder nicht zuordenbare Dokumente sind vor der experimentellen Einplanung zu klären.

Ein COA kann HPLC-Ergebnisse ausschließlich methoden- und chargengebunden dokumentieren; ein Reinheitswert wäre damit kein dauerhaftes Stoffmerkmal. MS-Daten können, sofern für dieselbe Charge ausgewiesen, die molekulare Identität stützen. Beide Methoden beantworten unterschiedliche Fragen und ersetzen weder eine beta-selektive Erfassung noch eine Bioassay-Standardisierung. Ob diese Analysen vorliegen und welche Ergebnisse berichtet werden, ist aus der freigegebenen Chargendokumentation zu entnehmen.

Literatur und Chargennachweis bleiben getrennt: Publikationen begrenzen Struktur-, Rezeptor- und Modellkontext; erst freigegebene Unterlagen qualifizieren das konkrete Reagenz. Das Material ist ausschliesslich fuer Forschungs- und Laborzwecke bestimmt, nicht fuer die Anwendung an Menschen oder Tieren.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist HCG?

Humanes Choriongonadotropin, ein Glykoprotein-Hormon aus zwei Untereinheiten, kein einfaches Peptid.

Warum wird es in IU dosiert und nicht in Milligramm?

Weil die Zuckerketten von Charge zu Charge variieren. HCG wird deshalb biologisch standardisiert, in Internationalen Einheiten.

Warum fehlen Summenformel, Aminosäuren und Molekülgrafik?

Weil sich diese Angaben für ein Glykoprotein aus zwei Ketten nicht sinnvoll auf eine Zahl bringen lassen. Wir lassen sie deshalb weg.

Wie ordnet Reborn das Produkt ein?

Ausschließlich als Research Compound für Labor- und Forschungszwecke. Jede Charge wird mit Analysezertifikat (COA), HPLC und MS dokumentiert.

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