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Was ist 5-amino-1MQ
5-Amino-1MQ ist kein Peptid, sondern ein kleines Molekül: ein membrangängiger Hemmstoff des Enzyms Nicotinamid-N-Methyltransferase, kurz NNMT. Angeboten wird es üblicherweise als Iodid-Salz.
NNMT verbraucht Nicotinamid, eine Vorstufe von NAD+. Die Idee hinter der Hemmung ist, diesen Verbrauch zu drosseln. Bei Reborn Peptides ist 5-Amino-1MQ ausschließlich ein Research Compound für Labor- und Forschungszwecke.
NNMT überträgt eine Methylgruppe auf Nicotinamid und entzieht es damit dem Weg zur NAD+-Synthese. In Fettgewebe ist das Enzym besonders aktiv. Riederer und Kollegen (2009) beschrieben Fettgewebe früh als bedeutende Quelle von NNMT.
Die Leitarbeit zu dieser Substanzklasse stammt von Neelakantan und Kollegen (2018): Sie entwickelten selektive, membrangängige NNMT-Hemmstoffe, darunter 5-Amino-1MQ, und beschrieben in Mäusen unter fettreicher Diät eine Umkehr der Gewichtszunahme. Das ist bis heute der meistzitierte Befund zu dieser Substanz.
Ehebauer und Kollegen (2020) zeigten, dass die NNMT-Expression in Adipozyten von der Glukoseverfügbarkeit reguliert wird, was die Rolle des Enzyms im Energiestoffwechsel weiter untermauert.
Ehrliche Einordnung: Die Evidenz stammt aus Zell- und Tiermodellen. Humandaten existieren nicht. 5-Amino-1MQ ist nicht zugelassen. Eine allgemein anerkannte CAS-Nummer für die Substanz konnten wir nicht belastbar zuordnen, deshalb steht dort bewusst nichts.


Evidenz
Selektive, membrangängige NNMT-Hemmstoffe kehrten in Mäusen unter fettreicher Diät die Gewichtszunahme um. Das ist der meistzitierte Befund zu dieser Substanzklasse.
Neelakantan et al. 2018 · PMID 29155147
Fettgewebe wurde früh als bedeutende Quelle des Enzyms beschrieben.
Riederer et al. 2009 · PMID 18996527
Die NNMT-Expression in Adipozyten hängt von der Glukoseverfügbarkeit ab.
Ehebauer et al. 2020 · PMID 32112869
Forschungsstand
3 ausgewählte Quellen — filterbar nach Studientyp, jede verlinkt direkt zur Quelle.
Research Deep Dive
Vertiefte, studienbasierte Einordnung — jede Aussage mit PubMed-Quelle und Modellqualifier.
5-Amino-1MQ heißt chemisch 5-Amino-1-methylchinolinium und ist ein methyliertes Quinolinium-Molekül. Als kleines, membrangängiges Molekül wird es in kontrollierten Forschungsmodellen als Inhibitor der Nicotinamid-N-Methyltransferase (NNMT) untersucht. Die gebräuchliche Katalogbezeichnung „5-amino-1mq peptide“ benennt keine Stoffklasse: Das Molekül besitzt weder eine Aminosäurekette noch eine Peptidbindung oder Aminosäuresequenz.
| Feld | Dokumentierte Angabe |
|---|---|
| Chemischer Name | 5-Amino-1-methylchinolinium (5-amino-1-methylquinolinium) |
| Klasse | methyliertes Quinolinium-Molekül; NNMT-Inhibitor; kein Peptid |
| Zielenzym | NNMT (Nicotinamid-N-Methyltransferase) |
| Kation-Formel | C10H11N2+ |
| Kation-Masse | 159,21 g/mol |
| Kation-PubChem-CID | 950107 |
| Kation-InChIKey | ZMJBCEIHNOWCMC-UHFFFAOYSA-O |
| Formel der Iodid-Form | C10H11IN2 |
| Masse der Iodid-Form | 286,11 g/mol |
| PubChem-CID der Iodid-Form | 66522933 |
| Katalog-SKU | 10AM |
Die Tabelle hält das 5-Amino-1-methylchinolinium-Kation und die häufig referenzierte Iodid-Form bewusst getrennt. Jede Formel gehört ausschließlich zu ihrer eigenen Masse und ihrem eigenen Datenbankeintrag. Referenzidentifikatoren erleichtern den dokumentarischen Abgleich, belegen aber weder Form noch Identität, Reinheit oder Leistung des bereitgestellten Materials.
Forschungskontext: Neelakantan et al. 2018 · PMID 29155147 · DOI 10.1016/j.bcp.2017.11.007
Der Name 5-Amino-1MQ bezeichnet das 5-Amino-1-methylchinolinium-Kation. Die häufig referenzierte Iodid-Form verbindet dieses Kation mit Iodid und besitzt deshalb eine eigene Formel, Masse und PubChem-CID. Der gemeinsame Kernname macht die beiden Einträge nicht austauschbar und legt nicht fest, welche Form in bereitgestelltem Material vorliegt.
C10H11N2+, 159,21 g/mol, PubChem CID 950107 und InChIKey ZMJBCEIHNOWCMC-UHFFFAOYSA-O bilden einen zusammengehörigen Referenzdatensatz.
C10H11IN2, 286,11 g/mol und PubChem CID 66522933 bilden den getrennten Referenzdatensatz der häufig genannten Iodid-Form.
SKU 10AM ist die Katalogreferenz. Die Salzform bleibt offen und muss aus freigegebenem Etikett, Spezifikation und Chargendokumentation hervorgehen.
Datenbankidentität, Studienidentität und Chargenidentität beantworten verschiedene Fragen. Der Datenbankeintrag beschreibt eine Referenzentität, die Publikation das unter ihren Bedingungen untersuchte Material und der Chargennachweis die Zuordnung einer konkreten Probe. Keine Ebene ersetzt die andere. Auch die Aufmachung lässt sich weder aus der Stoffklasse noch aus Marktgewohnheiten ableiten.
Forschungsquelle: Neelakantan et al. 2018 · PMID 29155147
Dieser Abschnitt beschreibt Befunde in kontrollierter Forschung und hält jede Beobachtung an Modell, Intervention und Vergleichsgruppe gebunden. Von den drei zitierten Arbeiten untersuchte nur Neelakantan 2018 5-Amino-1MQ selbst. Kraus 2014 untersuchte das Zielenzym durch genetischen NNMT-Knockdown und nicht durch die Substanz.
Kraus und Kollegen verminderten NNMT mit einem Antisense-Oligonukleotid im Tiermodell und erfassten die NNMT-Expression in weißem Gewebe und Leber. Die berichteten Befunde zu NAD+- und SAM-bezogenen Vorgängen gehören zu diesem genetischen Modell. Der Eingriff prüfte das Enzym, nicht 5-Amino-1MQ.
Kraus et al. · Nature · PMID 24717514 · DOI 10.1038/nature13198Neelakantan und Kollegen untersuchten die Substanz in einer 3T3-L1-Adipozytenkultur und im Tiermodell. Ausschließlich für die kultivierten Adipozyten unter den publizierten Assay-Bedingungen berichteten sie niedrigeres intrazelluläres 1-MNA, höheres NAD+ und SAM sowie unterdrückte Lipogenese.
Neelakantan et al. · Biochemical Pharmacology · PMID 29155147 · DOI 10.1016/j.bcp.2017.11.007Dimet-Wiley und Kollegen untersuchten ein Tiermodell mit kombinierten Bedingungen aus NNMT-Hemmung und Futterumstellung. Berichtet wurde ein eigenständiges Mikrobiomprofil im Caecum statt einer Rückkehr zum Vergleichsprofil. Das Design trennt die Beiträge der beiden Bedingungen nicht.
Dimet-Wiley et al. · Scientific Reports · PMID 35013352 · DOI 10.1038/s41598-021-03670-5Studienquellen: Kraus et al. 2014 · PMID 24717514 · Neelakantan et al. 2018 · PMID 29155147 · Dimet-Wiley et al. 2022 · PMID 35013352
Chemische Hemmung und genetischer Knockdown sind verschiedene Interventionen. Neelakantan 2018 prüfte 5-Amino-1MQ, während Kraus 2014 die Bildung des Zielproteins genetisch verminderte. Befunde aus dem genetischen Modell sind deshalb keine direkten Befunde zur Substanz. Ein gemeinsames Zielenzym hebt Unterschiede bei Eingriff, Vergleichsgruppe und Methode nicht auf.
Kombinierte Bedingungen begrenzen ebenfalls die Zuordnung. Dimet-Wiley 2022 erfasste das Mikrobiomprofil im Caecum in einem Tiermodell mit NNMT-Hemmung und Futterumstellung. Da beide Bedingungen Teil desselben Versuchsaufbaus waren, lässt der Gruppenvergleich ihren jeweiligen Beitrag nicht getrennt erkennen.
Datenbank-, Studien- und Chargenidentität bleiben voneinander getrennt. Die Kation- und Iodid-Einträge beschreiben Referenzdatensätze; Publikationen dokumentieren das von ihren Autoren eingesetzte Material; bereitgestelltes Material benötigt die eigene Kette aus Etikett, Spezifikation, Chargencode, Probenreferenz, Prüfdatum, Methode und Ergebnis. Ein passender Name oder Identifikator bestimmt für sich weder Gegenion, Aufmachung, Reinheit noch Lagerbedingungen.
Das Katalog-Label lässt sich dokumentieren, ohne seine Klassenaussage zu übernehmen. „5-amino-1mq peptide“ ist eine gebräuchliche Katalogbezeichnung für ein Quinolinium-Molekül ohne Aminosäurekette, Peptidbindungen oder Sequenz. Katalogname, chemische Klasse und Identität einer Charge sind eigenständige dokumentarische Aussagen.
Evidenzquellen: Kraus et al. 2014 · PMID 24717514 · Neelakantan et al. 2018 · PMID 29155147 · Dimet-Wiley et al. 2022 · PMID 35013352
SKU 10AM kennzeichnet den Katalogeintrag. Aufmachung, Salzform, Lagerbedingungen und Stabilitätsdauer bleiben offene Punkte, bis freigegebene Produkt- und Chargenunterlagen sie bestätigen. Keine dieser Angaben wird aus einem Datenbankeintrag, einer Publikation, der Katalogkategorie oder der häufig referenzierten Iodid-Form abgeleitet.
Eine belastbare Dokumentationskette verbindet Produktbezeichnung → SKU → Chargencode → Probenreferenz → Prüfdatum → Methode → Ergebnis. Das HPLC-Ergebnis beschreibt die chromatografische Reinheit der geprüften Charge unter der ausgewiesenen Methode. Eine geeignete MS-Analytik kann die Identitätszuordnung ergänzen und beantwortet damit eine andere analytische Frage. Jede Reinheitsaussage bleibt an Charge, Methode und zugehöriges COA gebunden.
Für Labore in der EU liefert die publizierte Forschung den Kontext, während freigegebene Unterlagen das bereitgestellte Material beschreiben. Etikett, Spezifikation und analytische Dokumentation müssen bei Identität und Rückverfolgbarkeit zusammenpassen. Literatur und Chargendokumentation besitzen getrennte Geltungsbereiche und ersetzen einander nicht.
Nur für Forschungszwecke. Dieses Material ist ausschließlich für die Laborforschung bestimmt, nicht für die Anwendung an Menschen oder Tieren

FAQ
Kein Peptid, sondern ein kleines Molekül. Es hemmt das Enzym Nicotinamid-N-Methyltransferase (NNMT) und ist membrangängig.
NNMT verbraucht Nicotinamid, eine Vorstufe von NAD+. Die Hemmung soll diesen Verbrauch drosseln.
Weil wir der Substanz keine allgemein anerkannte CAS-Nummer belastbar zuordnen konnten. Wir zeigen lieber nichts als eine Zahl, die möglicherweise zu einem anderen Salz oder Derivat gehört.
Nein. Die Evidenz stammt aus Zell- und Tiermodellen.
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